jungesschwaben
kistenmacher-hengerer
  • startseite01
  • startseite02
  • startseite03

Die Entstehungsgeschichte dieser Sedimente lässt sich noch heute an der Schichtfolge innerhalb des Gipskeupers ablesen. Vor allem nach einer Bearbeitung im Frühjahr oder bei der Neuanlage eines Weinbergs zeigt der Weinbergsboden feine, horizontal verlaufende Farbbänder. Auf wenigen Metern wechselt die Farbe zwischen rötlich und grün, oft sind die ursprünglichen Schichtungen nur einige Zentimeter dick. Weißliche Bänder, aus denen sich hier und da ein kleiner Calcitkristall herausgelöst hat, lassen sich mit dem Namen der Formation erklären. Dies sind Gipshorizonte, die andernorts, wo sie in ausreichender Mächtigkeit auftraten, in früheren Zeiten zur Gipsgewinnung abgebaut wurden.

Gipskeuperböden sind für den Winzer eine Herausforderung. Ihr Tonreichtum, der für den Vorrat an Nährstoffen verantwortlich ist, löst auf der anderen Seite Quellungs- und Schrumpfungsprozesse aus.

Rötlich bis graugrün gefärbt sind diese Böden leicht erwärmbar und damit gute Rebstandorte. Nach Nässeperioden sind sie aber äußerst verdichtungsanfällig, in der Sommerhitze ist ihre nutzbare Wasserspeicherung begrenzt. Diese Tatsache wird durch klüftige Steinmergelbänke im Übergang zum auflagernden Schilfsandstein verstärkt.

In der Folge sind innerhalb des Weinbergs unterschiedliche Wüchsigkeiten zu beobachten, die der Winzer durch eine geschickte Bodenbearbeitung und angepasste Stockarbeiten ausgleicht – damit bekommt jeder Rebstock seine individuelle Pflege.

Grünliche Steinmergel
Gipskeuper mit Gipshorizont
Steinmergelbank
Bunte Mergel